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Jörg Fauser zum 80. Geburtstag: ein Blick auf das Leben des Schriftstellers

Jörg Fausers Leben sollte nur 44 Jahre dauern, doch sein Werk, das Romane, Lyrik, Erzählungen, Kurzgeschichten, Hörspiele und Songexte umfasste, fasziniert uns noch immer. Heute, am 16. Juli 2024, wäre der Autor 80 Jahre alt geworden. Die Journalisten Ambros Waibel und Matthias Penzel haben noch einmal mit Zeitzeugen, Freund:innen und Weggefährten gesprochen, Archive durchwühlt und neue Dokumente entdeckt. Daraus entsand die facettenreiche Biografie Rebell im Cola-Hinterland. Diese gibt Einblick in das Leben Jörg Fausers, die Geschichte unserer Literatur und unseres Landes.

Die Autoren der Biografie beantworten uns drei Fragen – lesen Sie hier mehr über die Inspiration und das Entstehen der neuen Fauser Biografie und erkunden Sie die große Fauser Edition bei Diogenes.

Rebell im Cola-Hinterland
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Rebell im Cola-Hinterland

Jörg Fauser. Die Biografie
Von Matthias Penzel und Ambros Waibel

Wer war Jörg Fauser? Was hat ihn geprägt, gefuchst, wovon hat er geträumt und worüber geflucht? Matthias Penzel und Ambros Waibel gehen dem Rebellen und Junkie, dem Sohn und Menschen Jörg Fauser auf den Grund statt auf den Leim.


Hardcover Leinen
640 Seiten
erschienen am 26. Juni 2024

978-3-257-07292-1
€ (D) 32.00 / sFr 42.00* / € (A) 32.90
* unverb. Preisempfehlung
Auch erhältlich als

Drei Fragen an die Herausgeber der Fauser Biografie

Nach all den Jahren – wieso lässt Fauser Sie beide nicht los?

Ambros Waibel: Vielleicht eher umgekehrt: Wir begegnen immer wieder Menschen, die gerade frisch gepackt sind von Fauser – und dann schauen wir selber nochmal in die Bücher rein (auch in unsres) und merken: Das ist noch lang nicht auserzählt!

Matthias Penzel: Fauser zählt zu den spannendsten deutschsprachigen Autoren der letzten 150 Jahre. Sein Werk ist schon aufgrund der Vielseitigkeit beeindruckend, überzeugt mit Prosa, Gedichten und überrascht – mich persönlich wiederholt – mit vielen der journalistischen Arbeiten. Und auch als Typ war er interessant – mit Eltern und Freunden und Verzweiflung und hohen Ansprüchen; sodass es spannend bleibt, auch von anderen zu erfahren, was die an ihm finden oder wie sie ihn erlebt haben.

Die überarbeitete Neuausgabe ist im Vergleich zur Erstausgabe 2004 wesentlich umfangreicher. Welches Zusatzmaterial konnten Sie finden?

Ambros Waibel: 2003 haben wir bei Null begonnen, es gab kein Archiv, keinen Nachlass, auf den wir hätten zugreifen können. Diesmal waren wir erstmal drei Tage in Marbach im Deutschen Literturarchiv, haben in Nachlässen in Frankfurt und Österreich recherchiert. Auch über diese Quellen haben wir weitere Menschen entdeckt, die Fauser nahestanden: die Dichterin Ingeborg Middendorf oder den Jugendfreund Thomas Kirn, aus der Schulzeit auch Heiner Hügel und Burghard Schlicht.

Matthias Penzel: Die beiden letztgenannten sind interessant, denn was sie erzählt haben, ist an mehreren Stellen in das Buch geflossen. Dabei tauchen beide im Text nicht auf: weder der Buchhändler Hügel, bei dem Fauser seine erste Freundin kennenlernte, noch der Filmemacher Schlicht, mit dem Fauser noch 1986 zusammengearbeitet hat. Sie prägten unser Verständnis, haben entsprechend Spuren hinterlassen, werden aber nicht explizit genannt oder zitiert; im Sinn der Lesbarkeit. Anders D.B. Blettenberg. Mit dem hielt Fauser in seiner zweiten Berlin-Zeit engen Kontakt, dem folgte er dann auch nach Thailand. Den Tipp, Blettenberg abzuklopfen, erhielten wir 2004, als der gerade – für seinen nächsten Job im internationalen Dienst – nach Ghana umgezogen war.

Sie spüren Stationen des Lebens und Schreibens von Jörg Fauser nach. Wie sind Sie bei der Recherche zur überarbeiteten Neuausgabe vorgegangen?

Matthias Penzel: Nicht so systematisch wie 2003, wo wir exakt ein Jahr hatten, um den Lebensstoff zu sichern und dann zu beschreiben. Diesmal hatten wir zwanzig Jahre, in denen Gesprächsnotizen oder Protokolle auf tausend Zettelchen in zig Büchern und Mails verteilt waren.

Foto: Fauser Archiv

Jörg Fauser wurde 1944 bei Frankfurt am Main geboren. Nach Abitur und abgebrochenem Studium lebte er längere Zeit in Istanbul und London. Er arbeitete u.a. als Aushilfsangestellter, Flughafenarbeiter, Nachtwächter. Ab 1974 widmete er sich hauptberuflich dem Schreiben. Seine Romane, Gedichte, Reportagen und Erzählungen sind eine Ausnahmeerscheinung in der deutschen Literatur. Jörg Fauser verunglückte 1987 in der Nacht nach seinem Geburtstag tödlich bei München auf der Autobahn.