Buchansicht Raabe Baikal
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Raabe Baikal
Raab, der wegen des Dunkeln um ihn zum Raaben wird, verlor den Vater auf so beiläufige Weise, daß er nicht an dessen Tod glauben kann; Raabe kommt ins Internat. Dort trifft er Fieber, der wegen eines Fieberschwindels vom Liebherr zum Fieber gemacht wurde; im Internat ist auch Andre, die, um ihre Stärke zu zeigen, den Namen selbst gewählt hat, indem sie das a unterschlug, sie will kein Mädchen sein.
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Raab, der wegen zahlreicher Missgeschicke und wegen des Dunkels um ihn zum Raaben wird, verlor den Vater auf so beiläufige Weise, dass er nicht an dessen Tod glauben kann; Raabe kommt ins Internat. Dort trifft er Fieber, der wegen eines Fieberschwindels vom Liebherr zum Fieber gemacht wurde, Sohn einer neureichen Hoteliersfamilie; im Internat ist auch Andre, die, um ihre Stärke zu zeigen, den Namen selbst gewählt hat, indem sie das a unterschlug, sie will kein Mädchen sein. Weiter gibt es den Taubmann, der wegen seiner Behinderung unterschätzt wird; Raabe ist fasziniert von seiner Feinfühligkeit, die beiden werden leise Freunde. Auch der Steinmetz und der Apotheker, ein Großonkel von Raabe, sind zwei wortkarge Freunde. Nach dem Internat kommt Raabe zum Apotheker, dann zum Steinmetz, wo er schuften muss. Der Steinmetz verstirbt – zweimal. Raabe geht, als wäre es eine Befreiung, in die Stadt, in den Dschungel der Stadt – er könnte ein entfernter Verwandter von Voltaires Candide sein …
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Taschenbuch, 296 Seiten
erschienen am 19. Mai 1992

978-3-257-22507-5
€ (D) 12.00 / sFr 16.00* / € (A) 12.40
* unverb. Preisempfehlung

Pressezitate

Gerhard Altmann
Buchkultur, Wien
»Ein Bildungs- und Schelmenroman, brillant gedacht und ebenso geschrieben, der nicht in Vergessenheit geraten sollte.«
Der Spiegel, Hamburg
»Strittmatter hat einen Roman geschrieben, in dem sich auf eigenwillige Weise realistisches Erzählen mit phantastischen und skurrilen Elementen verbindet.«
Sigrid Löffler
Österreichischer Rundfunk, Wien
»Man könnte ›Raabe Baikal‹, Strittmatters Höllen-Brueghel-Welt, einen umgekehrten, einen negativen Erziehungsroman nennen.«
The European, London
»Ein Roman, der Europa im Sturm erobert!«

Auszeichnungen

1989

Kranichsteiner Literaturpreis

1984

Ernst-Willner-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt

Thomas
Strittmatter
Geboren am 18.12.1961 in St. Georgen im Schwarzwald, lebte in München. 1983 wurde sein erstes Stück, ›Viehjud Levi‹, uraufgeführt, 1985 drehte er seinen ersten Spielfilm. Strittmatter schrieb Prosa, Hörspiele, Stücke, Drehbücher, beschäftigte sich mit Rauminstallationen, malte und zeichnete. Er starb im August 1995 in Berlin.
Foto: © Volker Derlath

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